Jusos fordern: Schluss mit der Bekämpfung von Gewerkschaften

Bild: pixabay.com

Die Jusos Weser-Ems kritisieren den Umgang der Firma Fleisch-Krone mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Das Unternehmen mit Sitz in Essen (Oldenburg) verhindert derzeit eine Infoveranstaltung der Gewerkschaft, die für den 07.08.2018 geplant gewesen ist. Die Jusos Weser-Ems begrüßen das Vorhaben der NGG den Vorgang gerichtlich prüfen zu lassen.

„Es muss Schluss sein mit der aktiven Bekämpfung von betrieblicher Gewerkschaftsarbeit.“, fordert André Goldenstein, Vorsitzender der Jungsozialist*innen im Bezirk Weser-Ems. Es sei skandalös, dass das Unternehmen verhindern wolle, dass Arbeitnehmer*innen über ihre Rechte aufgeklärt werden. Gerade die fleischverarbeitende Industrie habe mit einem schlechten Ruf zu kämpfen. „Wer gegen diesen Ruf ankämpfen möchte, der muss mit den Gewerkschaften kämpfen, nicht gegen sie.“, ergänzt Yannick Moormann, stellvertretender Bezirksvorsitzender des SPD-Nachwuchses. Die Aufklärung von ausländischen Werkvertragsbeschäftigten sei besonders wichtig. „Wer das verhindert, der billigt und begünstigt Ausbeutung von Beschäftigten durch Subunternehmen. Das Unternehmen opfert auf dem Altar des Profitstrebens die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit von Arbeitnehmer*innen.“, kritisiert Goldenstein die Firma Krone-Fleisch. Der Zugang zu den Beschäftigten sei für Gewerkschaften rechtlich geschützt. Das Betriebsverfassungsgesetz schützt die Arbeit von Gewerkschaften. Dazu gehört es, dass Vertreter*innen der Gewerkschaft Zugang zu Betrieben bekommen, deren Beschäftigte sie vertreten. Vor diesem Hintergrund begrüßen die Jungsozialist*innen die Ankündigung der NGG den Vorgang vor Gericht zu bringen. „Gewerkschaften müssen ungehindert ihre Aufgaben wahrnehmen können. Hier scheint die gerichtliche Prüfung des Falles die einzige Lösung zu sein.“, erklärt Moormann.

Die Jusos Weser-Ems hoffen, dass nach einer gerichtlichen Klärung die NGG ungehindert ihre Arbeit wieder aufnehmen kann. Gewerkschaften sind wichtiger denn je und sie gehörten in die Betriebe zu den Beschäftigten. „Das gilt bei Krone-Fleisch und überall!“, resümiert Goldenstein.