„ÄUßERUNGEN DES FDP-KANDIDATEN SIND UNTRAGBAR“ - Jusos Niedersachsen fordern öffentliche Distanzierung der FDP
09. September 2011
Zur Äußerung des Kandidaten der FDP für den Osnabrücker Stadtrat Dr. Eberhard Frohnecke Hartz IV-Empfänger seien Parasiten, erklärt der Unterbezirksvorsitzende der Jusos Osnabrück Stadt Tiemo Wölken: „Die Äußerung von Herrn Frohnecke ist menschenverachtend und absolut inakzeptabel. Solche platten Parolen dürfen in demokratischen Parteien keinen Platz haben. Wir fordern Herrn Frohnecke auf sich unverzüglich und in aller Deutlichkeit öffentlich zu entschuldigen und seine Aussage zurückzunehmen.“
Der Kandidat der Osnabrücker FDP hatte bei einer öffentlich einsehbaren Diskussion auf dem Profil des FDP-Landtagsabgeordneten Jan-Christoph Oetjen bei der Onlineplattform Facebook die Ansicht geäußert, dass Hartz IV-Empfänger Parasiten seien und nach einer darauffolgenden Kritik geäußert: „Ich bereue nichts!“ Auch wenn die Jusos keine absichtliche Parallele zum Schlussplädoyer Rudolf Hess während der Nürnberger Prozesse unterstellen wollen, ist diese Formulierung im gegeben Kontext nach Ansicht der Jusos extrem bedenklich.
„Dass die FDP Menschen mit diesen Ansichten eine Plattform bietet und sie sogar für öffentliche (Ehren-)Ämter aufstellt ist für mich vollkommen unverständlich.“ ,so der Juso-Landesvorsitzende Jonathan Schorling, „Ich erwarte sowohl von der örtlichen als auch von der Landes-FDP eine klare Distanzierung!“