Hanne Modder neue SPD-Bezirksvorsitzende – Siebels zum neuen Stellvertreter gewählt
11. Mai 2010
Mit überwältigender Mehrheit hat der außerordentliche Parteitag der SPD Weser-Ems die bisherige stellvertretende Vorsitzenden Johanne Modder aus Bunde am Samstag in Wardenburg zur neuen Bezirksvorsitzenden gewählt.
"Ein Votum von über 98% Zustimmung macht mich sehr stolz auf das Vertrauen, das mir meine Partei mit auf den zukünftigen gemeinsamen Weg gibt" kommentiert Modder die 121 Ja-Stimmen von 123 Delegierten. " Dieser Vertrauensvorschuss ist für mich eine Verpflichtung, den klaren Kurs der SPD Weser-Ems weiter fortzusetzen!"
Über die Wahl des neuen stellvertretenden SPD-Bezirksvorsitzenden freute sich dann auch die Juso-Bezirksvorsitzende. Als Nachfolger von Modder, die bisher stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokraten in Weser-Ems wählten die Delegierten den 32-jahre alten Wiard Siebels (MdL) aus Aurich. „Mit Wiard haben wir Jusos eine sehr gute Vertretung im SPD-Bezirksvorstand.“ So Zimmermann.
In ihrer Bewerbungsrede versprach die 49-jährige Landtagsabgeordnete einen offenen und ehrlichen Stil in dem Sonntagsre-den keinen Platz haben. Sie dankte ihrem Vorgänger Garrelt Duin, der nun aufrechten Ganges den Vorstand verlässt und zeigte sich zuversichtlich, dass er auch den Weg wieder zurückfinden wird.
"Nach schweren Zeiten für die SPD ist jetzt die Chance für einen gemeinsamen Neuanfang mit einer neuen offenen Politikar-beit zu nutzen, denn ich will wieder Wahlen gewinnen!", rief Modder den Delegierten zu. Dass die Partei dazu ebenfalls bereit ist, zeigt sich bei der stetig wachsenden innerparteilichen Teilhabe und den Diskussionen die dem Anspruch einer echten Mitgliederpartei gerecht werden. Die SPD in Weser-Ems muss das nutzen, die Menschen mobilisieren und mehr Verantwortung und Mandate übernehmen.
Dabei müssen wir dann darauf achten und hinwirken, dass den unseligen Privatisierungsorgien in der öffentlichen Daseins-vorsorge durch die Landesregierung ein Riegel vorgeschoben wird. "Wir wollen kein Privat vor Staat. Wohin das letztendlich zu Lasten des Steuerzahlers führt, sehen wir täglich in der aktuellen Bankenkrise. Das wollen wir nicht!", so Modder.
Kritik übte sie ebenfalls an dem Gesamtschulverhinderungspaket der Landesregierung: "Die verpflichtende Fünfzügigkeit der Gesamtschulen ist in einer Flächenregion wie Weser-Ems tödlich. Solche Vorgaben können nur unter größten Schwierigkeiten im ländlichen Raum umgesetzt werden. Den Kindern und auch den Eltern wird damit verweigert, sich an dieser bildungs-politischen Entwicklung zu beteiligen", warf Modder der Landesregierung vor.